Warum Italienisch?

Warum Italienisch?

Tutte le strade portano all’italiano

(Alle Wege führen zum Italienischen)

Al dente, spaghetti, pizza, cappuccino, tiramisu, vivace, piano, pianissimo, forte, adagio, sconto, giroconto, affresco, rotonda diese kleine Auslese von Italianismen in der deutschen Sprache werden nicht nur den Feinschmeckern, Musikvirtuosen, Bankiers oder Kunstliebhabern geläufig sein, sondern vielen von uns alltäglich von den Lippen gehen. Das Italienische lässt sich gar nicht mehr aus einigen Bereichen der deutschen Sprache wegdenken.

Um die Wahl des Italienischen als 3. Fremdsprache zu erleichtern im Folgenden nun einige überzeugende Argumente.

Deutschland ist mit Italien durch enge kulturelle Beziehungen verbunden, die bis in die Anfänge der europäischen Geschichte zurückreichen. Italien hat die Entwicklung Europas im Laufe der Jahrhunderte entscheidend geprägt.

Die italienische Literatur hat zahlreiche Werke hervorgebracht, die zur Weltliteratur zählen. Jedoch nicht nur Werke der klassischen Literatur, sondern auch die vielseitige und lebendige italienische Gegenwartsliteratur sind ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Kultur. Anhand der vielen in Deutschland erscheinenden Übersetzungen aus dem Italienischen sieht man, dass die Werke italienischer Autoren ein breites deutsches Lesepublikum finden.

Das Land, wo die Zitronen blühen… Nicht nur Goethe ließ sich auf ausgedehnten Italienreisen für sein eigenes Schaffen anregen, sondern ihm folgten unzählig viele weitere Künstler, Wissenschaftler, Musiker sowie Architekten. Auch heute noch ziehen das italienische Klima, die reizvolle Landschaft, die reiche Kultur und die viel beschworene italienische Lebensart kulturell interessierte Menschen in seinen Bann. So zählt das Land zu den beliebtesten Reiseländern der Deutschen.

Ferner gehört Italien zu den sechs Gründungsmitgliedern der Europäischen Union. Die Grundlage für diesen engen Zusammenschluss Europas bildet die gemeinsame europäische Kultur. Der Italienischunterricht trägt dazu bei, junge Menschen durch Kenntnis der Kultur und Sprache des Partnerlandes zu bewussten europäischen Bürgern zu erziehen und ihnen am Beispiel Italiens die europäische Dimension konkret erfassbar zu machen.

Unter den ausländischen Mitbürgern, die in Deutschland leben, stellen die Italiener die bei weitem größte Gruppe dar und prägen durch ihre Präsenz die deutsche Alltagskultur. Besonders in München haben Schüler die Gelegenheit Zeugnissen und Erzeugnissen italienischer Kultur zu begegnen: bei Ausstellungen, Konzerten, Autorenlesungen, Filmvorführungen sowie Radio- und Fernsehsendungen.

Im Bereich Handel, Dienstleistung und Industrie eröffnen Italienischkenntnisse zusätzliche berufliche Chancen. Italien gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Es gibt viele Niederlassungen italienischer Firmen in Deutschland und deutscher Firmen in Italien. Beim Bedarf an Fremdsprachenkenntnissen im Groß- und Einzelhandel steht Italienisch nach Englisch und Französisch an dritter Stelle.

Nicht zuletzt schaffen schulische Italienischkenntnisse gute Voraussetzungen für bestimmte Studienfächer wie Romanistik, Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Archäologie, aber auch für die von mehreren deutschen Universitäten und Fachhochschulen angebotenen integrierten deutsch-italienischen Studiengängen in den verschiedenen Fachrichtungen, die zu einer in Deutschland anerkannten Doppelqualifikation führen.

Sollten die aufgeführten Gründe Sie noch nicht gänzlich bekehrt haben, lässt sich noch hinzufügen, dass das Erlernen des Italienischen aufbauend auf Latein- bzw. Französischkenntnissen leichtfällt. Außerdem erleichtert die Nähe von Lautung sowie Schreibung den Einstieg und führt rasch zu Erfolgserlebnissen.

In diesem Sinn hoffen wir auf begeisterten Nachwuchs im Fach Italienisch.

Fakten über die italienische Sprache

Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:

Italien (etwa 55 Mio. Muttersprachler)
Schweiz (etwa 350.000 Muttersprachler)
San Marino
Vatikanstadt

Der Language Code ist it beziehungsweise ita (nach ISO 639).

Außerhalb der Landesgrenzen wird die italienische Sprache beziehungsweise italienische Mundarten in folgenden Regionen gesprochen:

Kanton Tessin
Graubünden
Korsika
Istrien
Dalmatien, insbesondere in Split, dem ehemaligen Spalato. Insbesondere alte Menschen sind hier noch häufig zweisprachig.
Nizza
Fürstentum Monaco (Anmerkung: die Monegassen sprechen wie die Bewohner San Remos eine romanische Sprachvariante, die dem Provencalischen näher steht als dem "florentinischen" Italienisch.)