Es klappert die Mühle inmitten der Stadt...

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/M%C3%BCnchen_%E2%80%94_Hofbr%C3%A4uhaus-Kunstm%C3%BChle_2013.JPGKlassenausflug der 6b in die Hofbräuhaus-Kunstmühle

Von Julia Baumeister

[11.06.13] Am 14.05.2013 machte sich die Klasse 6b auf, die Welt des Mühlenwesens näher zu ergründen. Anlässlich der Lektüre des Jugendromans „Krabat“ des erst kürzlich verstorbenen Autors Otfried Preußler, der von einem jungen Müllerburschen erzählt, war die Neugier der Schüler groß, wie denn eine echte Mühle aussieht und funktioniert.

Die Hofbräuhaus-Kunstmühle bietet hierfür den idealen Schauplatz. Sie ist die einzig noch produzierende Mühle im Großraum München und stellt ihr Mehl noch auf traditionelle Weise her.

Die Schüler erhielten auf ihrem Rundgang durch die Mühle einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsgänge einer Mühle. Wie wird Getreide zu Mehl? Was ist Schrot? Oder Dunst? Welche Maschinen und Geräte werden zur Erzeugung von Mehl benötigt? Wie lange dauert es, bis das Endprodukt Mehl entsteht? Fragen über Fragen, die von unserem Mühlenführer kompetent und eloquent beantwortet wurden. Unterstützt wurde die Neugier und Motivation der Schüler nicht unwesentlich durch einen kleinen kulinarischen Auftakt. In der Mühlenbäckerei hergestelltes Brot wurde großzügig an die Schüler verteilt, die sich fast schon etwas zu heißblütig auf das Brot stürzten.

Besonderes Interesse weckte die Mehlsackrutsche, anhand derer die Mehlsäcke schnell und bequem vom obersten Stockwerk der Mühle ins Erdgeschoss befördert werden können. Manch einer schien regelrecht enttäuscht zu sein, nicht den Maßen eines Mehlsacks zu entsprechen, da das Benutzen der Rutsche für Personen verboten ist und es wohl so manchen gereizt hätte, diese überdimensionale Rutsche einmal zu testen. Das Erklimmen der engen und steilen Treppen in der Mühle, bei dem seitens der Schüler oft waghalsige Methoden angewandt wurden, schien jedoch ein adäquater Ersatz für den verbotenen Spaß zu sein.

Animiert durch die Mühlenführung und den bewältigten Treppensport, überzeugten sich die Schüler von der Qualität des Mehls auf ihre Weise, indem sie sich in der nebenan gelegenen Bäckerei großzügig mit Backwaren aller Art eindeckten und mit Brötchen und Süßwaren im Gepäck zufrieden nach Hause gingen.

 

Aus der Mühle schaut der Müller,

Der so gerne mahlen will,

Stiller wird der Wind und stiller,

Und die Mühle stehet still.

 

So geht’s immer, wie ich finde

Rief der Müller voller Zorn.

Hat man Korn, so fehlt’s am Winde,

Hat man Wind, so fehlt das Korn.

                                                                      Wilhelm Busch

 
Bildquelle: München — Hofbräuhaus-Kunstmühle 2013.JPG Foto: Mattes Lizenz: CreativeCommons by-sa-2.0-de (Kurzfassung) Die Originaldatei ist hier zu finden.

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