Die Bilder in den Köpfen zu Geschichten formen

Projekt "Lust auf Lyrik" der Klasse 6b erfolgreich gestartet

von Julia Baumeister

[06.03.13] Im Rahmen des Projektes „Lust auf Lyrik“, das in Zusammenarbeit mit dem Lyrik Kabinett und dem Bildungslokal Neuperlach durchgeführt wird, eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6b derzeit die Möglichkeit einen für sie neuen Umgang mit Sprache zu entdecken und ihrer Krea­tivität künstlerisch Ausdruck zu verleihen.

In einer einführenden Sitzung am 26.02.2013 konnten sich die Klasse 6b und die Mitwirkenden des Lyrikprojekts erstmalig „beschnuppern.“

Die Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit ein für sie bedeutsames Gedicht vorzutragen. Ein buntes Spektrum unterschiedlichster Gedichte zeugte nicht nur von einem individuellen Blickwinkel auf die Welt sondern beleuchtete auch für einen kurzen Augenblick die Verschiedenartigkeit der Schüler im positivsten Sinn. Vorgetragen wurden neben klassischen Gedichten, wie Goethes „Der Zauberlehrling“, auch scherzhafte lyrische Werke wie Erich Kästners „Auto über Land“ ebenso wie poetische Reimverse und selbst Gedichtetes von unseren Hobbypoeten.

„Ist die Sonne der Phantasie heiß genug, springt der Kokon, und in die Welt hinein fliegt ein Schmetterling – ein Gedicht.“

Jan Neruda (tschechischer Schriftsteller, 1834-1891)

In der zweiten Sitzung am 05.03.2013 durften die Schülerinnen und Schüler erstmals selber zur Feder greifen. Durch die Aufteilung in drei Kleingruppen sind die Mitwirkenden in der Lage individuell auf die Schülerinnen und Schüler einzugehen und das kreative Potential jedes einzelnen Schülers entsprechend einzubeziehen und zu würdigen. Die Kleingruppen werden jeweils von einem der drei Projektleiter geleitet, die die Schülerinnen in ihrem jeweiligen Expertengebiet anleiten. Durch den nach zwei Wochen stattfindenden Wechsel der Projektleiter innerhalb der Kleingruppen ist ein abwechslungsreicher Einblick in das Themenfeld „Lyrik“ somit gewährleistet.

Unter der Leitung der Dichterin Karin Fellner tasten sich die Schülerinnen und Schüler behutsam an den Begriff „Lyrik“ heran und erfahren anhand konkreter Beispiele, was ein Gedicht zu einem Gedicht macht, worin sich lyrische Sprache und Alltagssprache unterscheiden und wie verschiedenartig Gedichte sowohl äußerlich als auch inhaltlich sein können. Die Sprache, so wird den Schülerinnen und Schülern bewusst, ist „das Material des Dichters, so wie Ziegelsteine und Mörtel Material des Maurers sind.“ Sinngemäß erhalten die Schüler die Möglichkeit mit Sprache zu experimentieren, sie zu formen und neu für sich zu entdecken.

In der zweiten Kleingruppe, unter Leitung des Poetry-Slam-Dichters Pierre Jarawan, werden die Schülerinnen und Schüler in der Kunst der richtigen „Gedicht-Performance“ geschult und dürfen selber Gedichte verfassen. Die Schüler und Schülerinnen erfahren, dass „Sprache Bilder in unseren Köpfen provoziert, aus denen dann Geschichten entstehen“. Sie lernen, ihre eigenen Gefühle und Gedanken in lyrische Bahnen zu lenken und diese sinngemäß vorzutragen.

In der letzten Kleingruppe sorgt der Musiker Johannes X. Schachtner für musikalische Impulse. Durch den Einsatz unterschiedlichster Instrumente versuchen die Schüler den sprachlichen Rohkörper des Gedichts durch musikalische Aspekte zu ergänzen. Die Vertonung des Gedichts sowohl durch einfache Instrumente, wie Rasseln und Trommeln, als auch anspruchsvollere wie das Piano integriert alle Teilnehmer sinnvoll und ermöglicht somit die Bearbeitung eines Gedichts als Gemeinschaftswerk.

Höhepunkt des Projekts bildet ein öffentlicher Auftritt im kleinen Rahmen im Kulturhaus Neuperlach am 8. Mai um 19:30 Uhr, in dem die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten ihre kreativen Produkte zu präsentieren.

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