Ein schreckliches Urteil

Zeitzeuge Günther Rehbein erzählte der Q11 von seinem Leben im Unrechtsstaat DDR

Von Antonia Gollwitzer

[16.04.13] Im Rahmen des Geschichtsunterrichts führt das Städt. Werner-von-Siemens-Gymnasium turnusmäßig Zeitzeugenbefragungen durch. Am Dienstag, den 16.04.2013, berichtete Günther Rehbein der Q11 von seinen Erfahrungen. Günther Rehbein (geb. 1933 in Gera) war ausgebildeter Maler.

Als er sich über die Reparationszahlungen der DDR an die Sowjetunion kritisch äußerte, wurde er im August 1952 verhaftet. Von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren wegen "antisowjetischer Hetze", "Spionage", "Diversion" und "Terrorismus" verurteilt, verbüßte er seine Haftstrafe in der sowjetischen Straflagerregion Workuta. Im Oktober 1955 kehrte er in die DDR zurück, wo er weiterer Verfolgung ausgesetzt war.

Unseren Schülerinnen und Schülern bot sich die seltene Gelegenheit, Geschichte aus erster Hand zu erfahren. Sie konnten Herrn Rehbein Fragen stellen und bekamen Antworten, die so nicht unbedingt in den Geschichtsbüchern stehen. Der Fachschaft Geschichte ist es ein wesentliches Anliegen, den Zeitzeugen Gehör zu schenken, denn ihnen nicht zuzuhören würde bedeuten, ihnen ein weiteres Mal Unrecht zu tun.

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