Museen als Lernorte

 

„Dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel; denn wodurch sollte das Erkenntnisvermögen sonst zur Ausübung erweckt werden, geschehe es nicht durch die Gegenstände, die unsere Sinne rühren und teils von selbst Vorstellungen bewirken, teils unsere Verstandestätigkeit in Bewegung bringen, diese zu vergleichen, zu verknüpfen oder zu trennen und so den rohen Stoff sinnlicher Eindrücke zu einer Erkenntnis der Gegenstände zu verarbeiten, die Erfahrung heißt?“

 

Immanuel Kant, Einleitung zur „Kritik der reinen Vernunft“

 

Lernort Museum

Das Museum ist ein eigenständiger Lernort, der besondere Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung stellt. Es ist ein Ort, an dem LehrerInnen und SchülerInnen aktiv werden können, der die Möglichkeit bietet, Sachverhalte zu beurteilen, sich selbstständig mit Problemen auseinander zu setzen, zu diskutieren, recherchieren und gewonnene Kenntnisse zu präsentieren. Häufig ist das Museum ein Lernort anderer Art, der den Lernenden ein höheres Maß an Anschaulichkeit und Lebendigkeit bietet, und sie aus der Alltäglichkeit des Klassenzimmers herausführt an einen Ort, wo Wissen einmal anders vermittelt wird. Schulbesuche im Museum ermöglichen Erlebnisse und Erfahrungen an gegenständlichem, sinnlich-experimentellem und auch spielerischem Lernen. Wir versuchen daher das Museum für ein praxisnahes Lernen mit offenen Lernformen möglichst häufig im Rahmen des Unterrichtes zu nutzen.

Schulmitgliedschaft für das Deutsche Museum

Der Elternbeirat des Werner-von-Siemens-Gymnasiums finanzierte in den vergangenen Jahren eine Schulmitgliedschaft für das Deutsche Museum, die allen Schülern der Schule freien Eintritt in das Museum ermöglicht.