Lernen für das Leben

Bereits in der 6. und 7. Jahrgangsstufe kommen die Schülerinnen und Schüler über das Fach Natur und Technik erstmals mit Informatik in Berührung.

In der 6. Jahrgangsstufe steht die objektorientierte Betrachtungsweise im Vordergrund. An zumeist einfachen und anschaulichen Beispielen erkennen die Kinder, dass man möglicherweise komplizierte reale Vorgänge auf relativ wenige wesentliche Punkte reduzieren und damit vereinfachen kann, um anschließend eine überschaubare Datenmenge zur weiteren Verarbeitung in den Computer einzugeben. So werden aus komplexen Gegenständen der realen Welt mit einer kaum überschaubaren Fülle von Eigenschaften einfache „Objekte“ mit relativ wenigen, klar beschreibbaren „Attributen“, deren Werte durch besondere „Methoden“ verändert werden können. Da man sogar den Aufbau eines Textdokuments mit der Vorstellung von „Objekten“ verschiedener „Klassen“ beschreiben kann, lernen die Kinder zudem wichtige Grundlagen im Umgang mit einer Textverarbeitung. Aber auch das Erstellen von Präsentationen übee Sechstklässler.

In der 7. Jahrgangsstufe stehen dann Programmierungen mit relativ unkomplizierten Algorithmen und der Umgang mit dem Internet im Vordergrund. Besonderen Spaß haben die Schülerinnen und Schüler mit „Robot Karol“, einem digitalen Roboter, der aufgrund seiner Programmierung einfache Bewegungsabläufe und Arbeitsaufträge ausführen kann. War die Informatik in der Unterstufe noch Teil des übergeordneten Faches Natur und Technik, so gibt es Informatik (zumindest für die mathematisch-naturwissenschaftlich orientierten Schülerinnen und Schüler) ab der 9. Klasse endlich als eigenständiges Unterrichtsfach mit zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Mit der Selbständigkeit des Faches steigen auch die fachlichen Ansprüche. Was in der Unterstufe noch überwiegend spielerischen Charakter hat, bekommt nun einen deutlich stärkeren theoretischen Unterbau.

In der 9. Jahrgangsstufe erfahren die Schülerinnen und Schüler viele interessante Details über die Einsatzmöglichkeiten und die Leistungsfähigkeit von Tabellenkalkulationen (Rechenblättern). Neben anderen Punkten sprechen wir über den sinnvollen Einsatz von relativen und absoluten Zellbezügen, über Funktionen, die man auch noch miteinander verketten kann oder über die Darstellung der Abläufe in einem Rechenblatt in Form von Datenflussdiagrammen. Ein weiterer Schwerpunkt der Informatik in der 9. Jahrgangsstufe ist die Verarbeitung größerer Datenmengen, was in unserer Gesellschaft eine immer größere Bedeutung erlangt. Dabei bekommen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in die Struktur von Datenbanken. Ein besonders wichtiges Lernziel ist es dabei, zu erkennen, wie man mit geschickten Abfragen, die gesuchten Informationen aus einem großen Datenbestand herausfiltern kann. Obwohl wir eine große Stofffülle zu bewältigen haben und wir nur im ganzen Klassenverband arbeiten können, werden immer wieder einzelne Unterrichtsstunden der praktischen Arbeit im Computerraum gewidmet. Auch wenn wir dann nicht jede Schülerin bzw. jeden Schüler vor einen eigenen Computer setzen können, besteht zumindest die Möglichkeit, in Zweiergruppen zu arbeiten.

Ideal wäre es natürlich, wenn alle unsere Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit hätten, den in Informatik erlernten Unterrichtsstoff zu Hause am Computer einzuüben. Damit bezüglich der Software keine besonderen Kosten auf die Familien zukommen, arbeiten wir in der Schule überwiegend mit dem Programmpaket OpenOffice, das unter der Internetadresse http://de.openoffice.org/ kostenlos heruntergeladen werden kann.