Unter der Sonne Portugals

ERASMUS+ Projekttreffen in Portugal 30.4.-8.5.2017

[02.06.2017] Wir alle konnten es gar nicht erwarten. Seit dem Meeting im Winter zählten wir praktisch die Tage. Ich hatte anfangs so meine Bedenken, ob es wirklich klug sei, während der elften Klasse eine komplette Woche Schulstoff zu verpassen. Aber natürlich habe auch ich mich wahnsinnig gefreut. Und am 30. April war es dann endlich so weit. Auf ging’s nach Portugal! In Lissabon angekommen, konnten wir erstmal alle unsere Jacken wegpacken, denn die hat man dort nicht gebraucht. Bei 25 Grad Sonnenschein nur verständlich.

 

Zu unserem Glück war das Wetter die gesamte Woche so toll. Während sich in Deutschland alle mit dem dämlichen Regenwetter rumplagen mussten, sind wir in Portugal im Sommerkleid und Sonnenbrillen durch die Stadt gelaufen. Allein das sommerliche Wetter hat unsere Zeit so schön gemacht. Von Sonnenschein bekommt man doch einfach gute Laune. Das ist zumindest bei mir der Fall.

Nachdem wir ankamen, wurden wir – wir sind übrigens Kathi, Diana, Sheila, Maxi und ich und nicht zu vergessen Frau Gilbers – von unseren Gasteltern abgeholt. Von hier an kann ich eigentlich nur für mich selbst sprechen. Aber ich bin mir sicher, wir alle haben den ein oder anderen lustigen Moment in unseren Gastfamilien erlebt. Jeder, der schon mal bei einem Austausch mitgemacht hat, weiß, was ich meine.

Wie ich ziemlich schnell festgestellt habe, konnte meine Gastfamilie kein Wort Englisch. Aber Zeichensprache hat’s auch getan. Obwohl ich zugeben muss, dass ich durchaus Schwierigkeiten hatte, der Oma zu erklären, dass sie meine Kleidung bitte nicht waschen muss. Und eins hat keiner von uns verstanden: warum kann man portugiesische Badezimmer nicht absperren?!

Aber uns allen ging es gut in unseren Gastfamilien.

Viel gesehen habe ich meine Gasteltern sowieso nicht, da wir von morgens bis abends unterwegs waren. Jeden Tag hatten wir ein volles Programm. Am Montag und Mittwoch stand das Projekt des ERASMUS+ Meetings „Inexpensive ways to go green“ im Vordergrund. Wir besuchten eine Universität. Es wurden Vorträge - unter anderem zu organischem Essen - gehalten. Zudem hat jede Nation selbst verschiedenste Präsentation oder Filme vorgetragen.

Insgesamt acht Nationen waren bei dem Treffen vertreten: die Türkei, La Reunion, Griechenland, Italien, Lettland, Rumänien, Deutschland und Portugal. Sehr gut hat mir der Workshop gefallen, bei dem jedes Land einen Solar-Ofen bauen sollte. Und wenn’s um Handwerk geht, wie sollte es anders sein, haben wir Deutschen das sehr gut gemeistert. Mein persönliches Highlight war der Mittwochabend, an dem jede Nation typische Gerichte für das anschließende Buffet kochen sollte. Eigentlich war die Schulküche viel zu klein für so viele Menschen. Alles war ziemlich chaotisch. Und trotzdem hat es jede Menge Spaß gemacht und das Buffet im Anschluss war köstlich.

Am Dienstag verbrachten wir den gesamten Tag in Lissabon. Wir haben wahnsinnig viel gesehen. Wenn ich ehrlich bin, wäre es wahrscheinlich angenehmer gewesen, nicht ganz so viel gesehen zu haben. Bei 30 Grad hätte eine kleine Pause ganz gut getan. Schön war es trotzdem.

Donnerstags fuhren wir zuerst zu einem Nationalpark. Manche schienen sich dort allerdings mehr für die Steine zu faszinieren als für den Vortrag. Anschließend besuchten wir einen Weinkeller, eine Ausstellung und einen Gemüsemarkt. Zuletzt ging es endlich an den Strand und der Tag endete mit einem großen Barbecue für alle.

Im Rahmen unseres Projekts besuchten wir am Freitag einen Bio-Community Garden. Unsere Aufgabe bestand darin, eine invasive Baumart unschädlich zu machen, damit andere Pflanzen besser weiter- wachsen können. Mir persönlich hat das viel Spaß gemacht.

Den Nachmittag hatten wir zum Glück mal komplett frei bis zur großen Farewell-Party am Abend. So schnell ist die Woche auf einmal vorbeigewesen. Nun war es an der Zeit, sich zu verabschieden. Natürlich nicht ohne Tränen…

Den Samstag verbrachten wir alle in unseren Gastfamilien und am Sonntag sind auch wir, Team Germany, abgereist.

Die Reise war aber noch nicht ganz zu Ende. Hier ein riesiges Dankeschön an Frau Gilbers! Sie hat unseren Flug mit einem Zwischenstopp in Madrid gebucht. Dadurch hatten wir einen ganzen Tag, an dem wir Madrid zusammen erkunden konnten. Nach einem entspannten, letzten Abend in Spanien ging es endgültig zurück nach Deutschland.

Als wir durch die Wolkendecke flogen und im verregneten München landeten, haben wir uns wahrscheinlich alle gewünscht, immer noch in Portugal am Strand zu sitzen.

Anfangs hatte ich mir Gedanken zu den Unterrichtsstunden gemacht, die ich verpasst habe. Aber rückblickend weiß ich, dass es das auf jedem Fall wert war.

Jeder von uns hat in dieser Woche so unglaublich viel gesehen und erlebt. Aber am meisten bedeuten mir die Menschen, die ich durch dieses Projekt kennenlernen durfte. Menschen aus ganz Europa, die ich sonst nie getroffen hätte. Und genau deshalb finde ich dieses Projekt so großartig und freue mich, dass ich die Möglichkeit hatte, dabei zu sein!

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