Sportunterricht einmal anders

„I hob no nie so vui junge Leit im Ostpark umanandalaffa seng wia heit!“ (frei übersetzt: Ich habe noch nie so viele junge Leute im Ostpark herumlaufen sehen wie heute!) – so der Kommentar einer älteren Dame, die an einem herrlich-sonnigen Dienstagvormittag Ende September im Ostpark ihre Spaziergang-Runde drehte.

Und in der Tat war es für die Leute im Park ein ungewohnter Anblick, immer wieder Schülergruppen durch den Ostpark rennen zu sehen – je einer pro Gruppe mit einem Laufzettel, je ein anderer mit einer laminierten Ostpark-Karte in der Hand. Und manch einer mag sich auch gefragt haben, was es wohl mit den im Park versteckten roten Hütchen auf sich hatte.

 

 

Doch der Reihe nach: Zu Beginn des Schuljahrs 2018/19 war für etliche Schüler der 8. und 10. Jahrgangsstufe Thema ihrer ersten Sportunterrichtsstunden: Orientierungslauf.

Während in einer vorbereitenden Doppelstunde noch die ganze Klasse im Park durch den Park gejoggt war, um sich mit Ortskunde, Orientierung sowie der Frage, wie markante Punkte auf der Karte dargestellt sind, zu beschäftigen, stand eine Woche später dann der Orientierungslauf selber im Mittelpunkt. Ziel dabei war es für die Schüler, in Gruppen aufgeteilt, eigenständig 10 über den ganzen Ostpark verteilte Hütchen zu finden. Die an den Hütchen befestigten Stempel dienten den Schülern auf ihren Laufkarten am Ende als „Beweis“, dass sie auch wirklich alle 10 Punkte aufgespürt hatten. Die Hütchen wiederum waren auf den Karten als rote Punkte markiert. Im 2-Minuten-Takt rannten die Gruppen vom Sportgelände an der Heinrich-Wieland-Straße dann los, um die Hütchen ausfindig zu machen, die etwa auf den beiden Aussichtsbergen, am Ostparksee, auf dessen Insel, am Hachinger Bach, am Zaun des Michaelibads usw. standen. Da die Reihenfolge nicht vorgegeben war, mussten die Schüler sich eine eigene Strategie zurecht legen, um den kürzesten und direktesten Weg durch den Park zu finden ( - der aber in jedem Fall über 5 km lang war). Somit lag auf der Hand, dass die Ausdauerstarken im Vorteil waren – und die Schnellsten brauchten gerade einmal 30 Minuten!

Insgesamt gesehen war aber neben dem Ausdauertraining vor allem die Orientierungsfähigkeit eine zentrale Kompetenz, die durch den Orientierungslauf gefördert werden sollte. In Zeiten der Smartphones und Navis nehmen heutzutage nur noch die Wenigsten einen Stadtplan oder eine Karte zur Hand, um von Punkt A nach B zu gelangen. Und last not least war eines der wichtigsten Unterrichtsziele auch das Teambuilding, denn die Gruppen durften sich nicht aufteilen, mussten die Strecke gemeinsam zurücklegen und auch gemeinsam ins Ziel kommen.

Und so, wie die eingangs bereits erwähnte Spaziergängerin urteilte: „I glaub, des is a super Sach für de junga Leit!“, so waren auch die Rückmeldungen der Schüler durchwegs positiv. Eine große Mehrheit war der Meinung, dass sie in diesen Sportstunden nicht nur „etwas für’s Leben“ gelernt hätten, sondern dass es – obwohl die bei vielen unbeliebte Komponente Ausdauer mit im Spiel war – der Orientierungslauf ihnen auch so richtig Spaß gemacht habe.

 

  • Ori.lauf2018
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R. Thiele

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